Termine  

18.04.21
Funk.Tag on the Air


01. / 02.05.21

UKW-Contest Mai,

Deutscher Burgentag


25. - 27.06.21
HAM-Radio ABGESAGT


 24. - 26.06.22
HAM-Radio

   

Blitze  

   

Sicherheit  

   

-oder-
 

Einfacher gehts nicht!

 

Einleitung

Setup

RTTY aussenden: FSK oder per Soundkarte erzeugtes Signal?

Einstellungen im IC-7300

Einstellungen in WinTest/DXLog mit Zusatzprogramm MMTTY

Einstellungen der zu sendenen RTTY-Texte in DXLog/Wintest

Am RTTY-Contest teilnehmen

> Beitrag als PDF herunterladen <

 

 

Inspiriert durch einen Vortrag an einem OV-Abend im D06 von Robby, DM6DX, über RTTY im Contest, probierte ich das Gelernte gleich an einem der folgenden RTTY-Conteste auf Kurzwelle aus.

ICOM-Ingenieure hatten wohl schon immer eine Vorliebe für RTTY. Denn viele ältere Transceiver (IC-7000, IC-7400, IC-7410 usw.) konnten schon RTTY direkt im Bediendisplay decodieren. FSK für RTTY können alle auch sendeseitig, manchmal ist eine kleine Schaltung (hier beschrieben oder auch hier)  notwendig, die an die ACC-Buchse geschlossen wird.

So auch der IC-7300: im Mode „RTTY“ kann man sich RTTY-Signale dekodieren und auf dem farbigen Bediendisplay anzeigen lassen. Daneben befindet sich eine kleine Spektrumsanzeige zum korrekten Einstellen der Frequenz.

 

Setup

Mein Setup sieht folgendermaßen aus (Tuner/Antenne/Stromversorgung/Frequenzwasser usw. NICHT aufgezählt):

  • ICOM IC-7300 per USB an einem Windows-PC
  • Software: Win-Test bzw. DXLog mit MMTTY, ggf. COM-Port-Splitter für CAT

 Wie ….. das ist alles? Ja, das ist alles!

Kein externes USB-Sound-Modem, keine Zusatzgeräte, kein Kabelverhau, CAT-Interface usw.

Ein (1) USB-Kabel reicht.

Wenn man den IC-7300 mit dem Computer verbindet, werden von Windows zwei im IC-7300 verbaute Geräte automatisch erkannt und die Treiber installiert:

  • eine USB-Soundkarte
  • eine serielle Schnittstelle

Die Soundkarte sendet die empfangene NF an den PC und kann von einem beliebigen Programm für digitale Betriebsarten (z.B. MixW, FLDigi, MMTTY usw.) zum Dekodieren verwendet werden.
Sie kann aber auch (die vom PC bzw. von den Programmen erzeugten) digitale Signale aussenden.
So kann man sehr einfach PSK, SSTV, FAX, Packet-Radio usw. senden und empfangen.

Die serielle (USB-)Schnittstelle bietet gleich mehrere Funktionen:

  • Zum einen kann man sie zum Steuern des Transceivers verwenden (CAT). Das kann man z.B. nutzen, um sich die aktuelle Frequenz und Betriebsart im Logbuchprogramm anzeigen zu lassen, aber auch, um den Transceiver über ein Programm zu steuern.
  • Zum anderen kann man die Steuerleitungen der seriellen (USB-)Schnitstelle benutzen, um die PTT und/oder die CW-Taste zu „drücken“, oder um die Frequenz direkt im Gerät für RTTY umzutasten (FSK - Frequency Shift Keying).

Welche serielle Schnittstellen Windows für uns anlegt (COMx) kann man im Gerätemanager prüfen. Es empfiehlt sich, die COM-Nummer nicht ganz so groß zu wählen. Besser ist irgendetwas im einstelligen Bereich, z.B. COM7.

 

RTTY aussenden: FSK oder per Soundkarte erzeugtes Signal?

Der IC-7300 kann beides:

  • Entweder lässt man die NF (RTTY-Töne Mark und Space) von dem Programm für digitale Betriebsarten erzeugen und sendet die dann über die eingebaute Soundkarte aus - oder -
  • man tastet die Frequenz direkt im IC-7300 über die o.g. Steuerleitungen um.

Vorzuziehen ist bei RTTY in jedem Fall FSK. Da die Frequenz direkt im IC-7300 (bzw. im IC-7000, IC-7410 usw.) umgetastet wird, braucht man sich keine Sorgen über Aussteuerung usw. machen. Will man PSK, SSTV usw. machen, muss man natürlich die Soundkarte nehmen.

 

Einstellungen im IC-7300

Da ich bei RTTY sendeseitig FSK mache, muss ich in den Einstellungen wählen, welche von den Steuerleitungen der seriellen Schnittstelle ich als FSK-Signal nehmen will.
Dazu muss ich eine Steuerleitung wählen, die den Transceiver auf Sendung schaltet.
Das geschieht im Menü „Connectors“ - „USB Send/Keying“.
Hier kann man einstellen, welche Steuerleitungen der IC-7300 für PTT, CW- und RTTY(FSK-)Keying verwenden soll. Diese Einstellungen sollte man sich merken, denn wir müssen schließlich später dem Programm auf dem Computer ebenfalls mitteilen, welche Steuerleitungen wir eingestellt haben.

Weiterhin sollte man überprüfen, ob die empfangene NF über die eingebaute USB-Soundkarte gegeben wird (und nicht die ZF) und ob der Ausgangspegel stimmt. Die anderen beiden Einstellungen „ACC/USB AF SQL“ und „ACC/USB AF Beep/Speech Output“ sollte man auch überprüfen.

USB SEND KEYING

Einstellungen der Steuerleitungen

 

ACC USB Level

Einstellungen der int. Soundkarte

 

Nun kann man den Mode „RTTY“ aktivieren und im Menü den Button „DECODE“ anwählen:

Menu DECODE

 

Bei korrekter Abstimmung (gelbe Linien im Spektrums-Fenster auf der rechten Seite stimmen mit den weißen Linien überein) sollten die ersten Zeichen dekodiert werden:

OH2STAYATHOME ruft CQ

Die Sonderstation OH2STAYATHOME ruft CQ

 

Einstellungen in WinTest/DXLog mit Zusatzprogramm MMTTY

WinTest bzw. DXLog sind beides ziemlich mächtige Contest-Logprogramme. Sie sind in der Bedienung fast zu 100% identisch. DXLog ist ein Klon von Wintest, wenngleich die Übersetzung der Menüs usw. ins Deutsche … ähm .. sehr interessant ist. Nun gut, ich spreche selber kein Wort Kroatisch, wie der Autor des Programmes. Vielleicht biete ich ihm mal an, die Texte richtig zu bezeichnen.

Eine komplette Programmbeschreibung würde diesen Bericht sprengen, deshalb gehe ich hier nur auf die Einstellungen für den RTTY-Betrieb ein. Im Internet findet man aber viel Dokumentation.

Ich benutze in letzter Zeit nur noch DXLog, da die Liste der unterstützten Conteste umfangreicher als bei Wintest ist.

Ich setze also voraus, dass Wintest und/oder DXLog installiert ist/sind. Zusätzlich benutze ich MMTTY als Dekodierprogramm für RTTY, sowie das kleine Zusatzprogramm ExtFSK106. Auch diese müssen vorher installiert werden.

Nach dem Auswählen und Starten eines (RTTY-)Contestes wählen wir im Menü „Optionen“ den Punkt „RTTY-Konfiguration“. Anschließend wählen wir als primären Decoder MMTTY aus und geben den Pfad an, wo DXLog das Programm findet:

 RTTY Konfiguration

RTTY-Konfiguration in DXLog

Wir starten DXLog neu und nun sollte MMTTY gleich mitgestartet werden.

In MMTTY müssen mir nun noch die Einstellungen für die Soundkarte, PTT- und FSK-Steuerung usw. vornehmen:
Im Menü „Option(O)“ wählen wir „Setup(O)…“ und stellen alles wie folgt ein:

MMTTY1

MMTTY2

MMTTY3

MMTTY4

MMTTY5

Einstellungen MMTTY

 

Wichtig ist die Einstellung „EXTFSK“ im Reiter „TX“ und die Einstellung „COM-TxD(FSK)“ im Reiter „Misc“. In dem erscheinenden Zusatzfenster (EXTFSK 1.06) muss jetzt der Com-Port vom IC-7300 eingestellt werden und die verwendeten Steuerleitungen, die wir im Menü vom IC-7300 festgelegt haben.

 MMTTY6b

Einstellungen EXTFSK 1.06

Auf dem Reiter „SoundCard“ wählen wir die Soundkarte vom IC-7300 unter „Reception“ aus. Sie heißt meistens so was wie „USB-Codec“. Da wir FSK machen wollen, darf unter "Transmission" nichts ausgewählt werden.

MMTTY7

Wir starten DXLog neu und wählen im Menü „Windows“ den Punkt „MMTTY Radio 1“ an. Es öffnet sich ein Fenster mit den dekodierten Signalen.

 

Einstellungen der zu sendenen RTTY-Texte in DXLog/Wintest

In DXLog/Wintest wählen wir im Menü „Optionen“-„CW/Digi“ den Menüpunkt „Ändern der Standard-Nachrichten“. Es öffnet sich ein Fenster, in dem man die zu sendenden Texte editieren kann. Die linke Spalte beinhaltet die Texte, die über die Funktionstasten gesendet werden, wenn ich CQ rufe (Run). In der rechten Spalte befinden sich die Texte, die ausgesendet werden, wenn ich auf der Suche nach QSO-Partnern bin (Search and Pounce). Zwischen den beiden Modi kann umgeschaltet werden, wenn man während des Contestes Strg+Tab drückt. In dem kleinen Balken wechselt dann „RUN“ zu „S/P“.

DXLog Standardtexte

Einstellungen Standard-Texte


Die Texte müssen ggf. an die im jeweiligen Contest auszutauschenden Daten angepasst werden!

Es bietet sich am Anfang an, sich die Zuordnung der Funktionstasten-Texte auf einem Zettel zu notieren und neben die Station zu legen.

Man kann probeweise ja schon mal mit 0 Watt Sendeleistung oder an einem Dummy prüfen, ob alles so funktioniert, wie man es sich vorstellt.

 

Am RTTY-Contest teilnehmen

Bitte beachtet zuerst die drei wichtigsten Contest-Regeln (Danke, Robby):

  1. Ausschreibung lesen und verstehen
  2. Ausschreibung lesen und verstehen
  3. Ausschreibung lesen und verstehen

Habe ich alles verstanden, kann es losgehen.

Modus: erst einmal S/P.

Ich suche eine gut hörbare RTTY-Station und stelle die Frequenz mit Hilfe des Spektrums so ein, dass die empfangenen Mark- und Space-Signale mit den dünnen weißen Linien übereinstimmen.
Am Anfang ist es ein wenig schwierig, die Frequenz einigermaßen genau zu treffen, aber nach ein paar QSOs hat man es sogar „im Ohr“, wenn die QRG stimmt!

Im Dekodierfenster „MMTTY (radio 1) - RTTY“ sollte nun der dekodierte Text der Station sichtbar sein.

Wenn jetzt eine Station „CQ CQ TEST …“ usw. ruft, wird das Rufzeichen gleich farbig hinterlegt. Mit einem Klick darauf wird es in die Logzeile übernommen. Ist der CQ-Ruf fertig, drücke ich F1 und mein Rufzeichen wird 2x ausgesendet, wie in den Standard-Nachrichten festgelegt. Wenn die andere Station unseren Ruf erhört hat, antwortet sie mit unserem Rufzeichen, gefolgt von Rapport, lfd. Nummer o.ä. Wir schreiben das von Hand in die Logzeile und drücken F2, um unseren Rapport auszusenden. Ist alles angekommen, bedankt sich die Station und ruft weiter CQ. Wir drücken Return und haben unser erstes QSO im Log!

Nach ein paar Dutzend QSOs kehrt Routine ein und man kann sich trauen, selber CQ zu rufen.

DXLOG

 

Soweit die grundlegende Konfiguration des IC-7300 und ein erster Gehversuch im Contest.

Wer Fragen oder Probleme bei der Einrichtung hat, kann sich natürlich gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

73 de Max DH7AHK

 

   

Zufallsbild  

   

Besucher  

Free counters!

... seit dem 13.03.14,
detaillierte Auswertung durch Anklicken des Zählers

   
© DLØSP

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.